Der erste absolute Luftwassergehaltsforscher

Leonardo da Vinci war der erste Luftwassergehaltsforscher um 1500. Um die Luftfeuchtigkeit zu erfassen, konstruierte er mit einem Wachs- und Baumwollknäuel, sowie einer Messskala eine sog. Luftwaage. So galt er als Erfinder der ersten Luftwassergehaltswaage mit Skala, welche auch im Museum von Leonardo da Vinci zu sehen ist.

Erfinder der Luftmessgeräte

Ab dem 16. Jahrhundert wurde das Thema “Luft” von der Wissenschaft aufgegriffen. Galileo Galilei erfand um 1590 in Pisa die Temperaturmessung, welche Großherzog Ferdinand II de´ Medici mit der Erfindung des Thermometers luftdruckunabhängig machte. Evangelista Torricelli enwickelte mit der Luftdruckmessung 1644 in Florenz das erste Barometer. Eine genaue Temperaturmessung mit Quecksilber gelang erstmals 1714 Daniel Gabriel Fahrenheit aus Danzig und die allbekannte heutige Temperaturskala entwickelte 1742 der Schwede Anders Celsius. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden als letztes Luftmessgerät die ersten Haarhygrometer entwickelt.

Die erste Wetterstation

1780 baute der deutsche Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz die erste Wetterstation “Societas Meteorologica Palatina”. Seine Überzeugung des Wettereinflusses auf das tägliche Leben der Menschen gewann an Bedeutung und die Wetterstation lieferte die Grundlagen zur Berechnung von Klimazonen und Wetterkarten der künftigen Meteorologen.

Das HX-Diagramm von R. Mollier (1892)

Prof. Richard Mollier, 1863 in Triest geboren, habilitierte bereits 1892 an der technischen Hochschule München über die absolute und relative Luft-Wassergehaltsveränderung in der Luft mit Berücksichtigung von Temperatur, Luftdruck und Meereshöhe. 1897 wurde er Professor für Thermodynamik an der technischen Hochschule Dresden. Erst dreißig Jahre später wurden seine wissenschaftlichen Leistungen gewürdigt, da aufgrund eines Beschlusses des Thermodynamik-Kongresses in Los Angeles nun alle von ihm erstellten Diagramme seinen Namen trugen. Die Klimaerwärmung stand bisher noch nicht zur Diskussion und so wurde dem Klimaforscher Richard Mollier bei der Nobelpreisvergabe in Schweden keine Beachtung geschenkt. Sein nicht erkanntes Klimagesetz 1892 prägt bedeutend unseren heutigen Klima- und Virennotstand.

Die Klimawarner

Der schwedische Nobelpreisträger Svante Arrhenius (1859 bis 1927) erforschte bereits 1898 den Sauerstoff- und CO₂-Kreislauf. Durch die Industrialisierung um 1900 untersuchte er als Chemiker die Auswirkungen der Kohlendioxid-Abgase auf die Natur. Die Erkenntnis von CO₂ in der Luft gab nun erstmals Anlass zur Diskussion.

Er sah bei einer Verdoppelung des CO₂-Gehaltes eine Erhöhung des globalen Klimas von vier bis sechs Grad Celsius voraus, da das CO₂ von der Erdabstrahlung einen isolierenden Treibhauseffekt in der Atmosphäre auslöse. Diese Prognose der globalen Erwärmung war durch die Industrialisierung vor allem durch Kohle und das neu entdeckte Erdöl noch nicht messbar, sowie er auch die zunehmende Hydrodynamik in der Luft ohne das erst entstehende HX-Diagramm von Richard Mollier 1892, noch nicht berücksichtigen konnte. Somit war die CO₂ -Berechnung zur Klimaerwärmung von Svante Arrhenius einseitig – aber gilt als erste wissenschaftliche CO₂-Klimawarnung ohne Hydrodynamik

Die erste Klimawarnung bildlich dargestellt vom großen norwegischen Künstler Edvard Munch (1863 bis 1944) mit dem bekanntesten Gemälde der Welt “Der Schrei” und auf seiner zwei Jahre später gefertigten Grafik “Das Geschrei”, bei welcher Anton Schwarz bei einem Museumsbesuch den Vermerk liest: “Ich fühlte das große Geschrei durch die Natur”. Es erkennt ein Segelschiff und rechts ein qualmendes Dampfschiff. Wäre die Verbrennungstechnik nicht perfektioniert worden, so wäre die Erde ohnehin vom Rauch des enormen CO₂-Ausstoßes des schwarzen Goldes und der Kohle, verdunkelt.

In dem Dokumentarfilm “Die Erdzerstörer” 2019 arte wird auf die wissenschaftlichen US-Klimawarner William Vogt und Henry Fairfield Osborn jr. hingewiesen. Sie haben bereits nach dem 2. Weltkrieg die verheerenden Folgen des CO₂-Ausstoßes aufgezeigt, die jedoch die Dynamik des HX-Klimagesetzes von Richard Mollier nicht erkannt haben.

Die erste erforschte CO₂ -Klimawarnung lieferte uns der Luftfahrtingenieur Ludwig Bölkow. 1992 warnte er bei einem Vortrag in München, bei dem auch Anton Schwarz anwesend war, bereits vor dem rasanten CO₂-Anstieg durch die Eisbohrungen und vor den Folgen einer starken Klimaerwärmung mit Verlagerung der Getreidefelder in den hohen Norden. Seine Überlegung eines umweltfreundlichen Energiekonzeptes bestand darin, die Photovoltaik ohne CO₂ -Einsatz in der Wüste Saudi-Arabiens mit Sonnenenergie herzustellen. Mit der daraus gewonnenen Energie könne Wasserstoff, welcher bei der Verbrennung kein klimaerwärmendes CO₂ in der Luft freisetzt, produziert und weltweit von den finanzstarken Ölmultis verteilt werden, aber ca. erst in 60 Jahren wird seine Vision umgesetzt werden.