Auf der Basis des h-x-Diagrammes von Richard Mollier.

mollier

Bildquelle: http://www.mollier.nl

Prof. Richard Mollier, 1863 in Triest geboren, habilitierte bereits 1892 an der technischen Hochschule München über die absolute und relative Luft- Wassergehaltsveränderung in der Luft mit Berücksichtigung von Temperatur, Luftdruck und Meereshöhe. 1897 wurde er  Professor für Thermodynamik an der technischen Hochschule Dresden. Erst dreißig Jahre später wurden seine wissenschaftlichen Leistungen gewürdigt, da aufgrund eines Beschlusses des Thermodynamik-Kongresses in Los Angeles nun alle von ihm erstellten Diagramme seinen Namen trugen. Für den Nobelpreis wurde er traurigerweise nie berücksichtig!

Da zu dieser Zeit die Klimaerwärmung kein Thema war (ausgenommen der Vorhersage des schwedischen Nobelpreisträgers Svante Arrhenus um 1900 ), blieb das Mollier-h-x ein technisches Diagramm als Rechenbasis zur Luftbefeuchtung für Textil-, Papier- und Holzindustrie sowie auch Museen.

Aus dem Klimafiebermesser lässt sich errechnen, dass eine Klimaerwärmung um einen Grad Celsius den absoluten Wassergehalt in den Luft-Wasserkreislauf um 7 Prozent anhebt – inkl. deutlich gesteigerter Wetterdynamik und Starkregenfällen (bis hin zu Unwettern und Naturkatastrophen).

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A.S.L.A. Diagramm2


Der sensible Luft-Ozean:

Der Luft-Wasser-Kreislauf ist ein sehr sensibles, ausbalanciertes System (zwischen Erderwärmung und Erdabstrahlung), worauf die verschiedenen Klimaphasen basieren. Mit zunehmender Höhe und Kälte reduziert sich der Luft-Wassergehalt auf Null, wodurch die eintreffende Sonnenstrahlung die Erde nicht zu schnell (durch einen zu hohen Luft-Wassergehalt) erwärmen kann.

Durch unser modernes, flugorientiertes Leben steuern wir jedoch in eine komplett falsche Richtung! Wir “belasten” unseren lebenswichtigen, sensiblen Luft-Ozean (in 10.000 bis 20.000m Höhe wo noch nie ein Feuer gebrannt hat) mit zuviel Wärme, Wasser, CO² und Kerosin-Toxinen und verursachen dadurch eine zusätzlich verstärkte Luftdynamik.

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A.S.L.A. Diagramm6


Die industrielle Revolution:

Bis zum Einsetzen der industriellen Revolution war das globale Klima von Menschen nur sehr geringfügig belastet (durch die Verbrennung von Holz und Kohle).  Laut dem Shell-Diagramm ist der weltweite Energieverbrauch durch den Menschen von 1890 bis 2010 um das 750-fache gestiegen.
Auf einen einzigen Blick lässt sich erkennen, welch unfassbares Ausmaß der Energiebedarf unserer mobilen Kosumgesellschaft heute bedarf! Es scheint also wenig verwunderlich, dass sich seit 150 Jahren das Weltklima drastisch verändert (siehe z.B. Aufzeichnungen Morteratsch Gletscher/CH). Durch den Brennstoff Öl und Gas beschleunigt sich die Klimaerwärmung sowie die gesamte Wetterdynamik unseres Planeten!

Shell-Diagramm: Anstieg des Weltenergiebedarfes von 1890 bis 2013

Shell-Diagramm: Anstieg des Weltenergiebedarfes von 1890 bis 2013


Deshalb – von der Co²-Zeit in die Natur-Zeit! 

Die zunehmenden Klimakatastrophen sind Beweis genug, dass ein rasches Umdenken erforderlich ist, sofern wir unseren Nachkommen noch ein lebenswertes Weltklima hinterlassen wollen. Oder wollen wir als rücksichtslose CO²- Egos in die Geschichte eingehen und einfach so weiter machen?

Der CO²-Code als Problemlösung für die Natur-Zeit?

So fing ich an über eine vernünftige Problemlösung für jedermann nachzudenken, denn der bekannte Öko-Fußabdruck ist mir zu wenig. Ich schlage eine CO²-Code- Bewertung  von 0 – 1000 für  jede einzelne Produktgruppe im Industrie-, Konsum- und Nahrungsmittelbereich vor.  Berücksichtigt werden sollten hierzu:

  • Herstell-Energie (inklusive mobiler Sünde)
  • Nutzenergie
  • Lebensdauer
  • Entsorgungsenergie
  • Steuerabgabe für Umweltbelastung (exponentiell steigend)

Dieser Code muss wiederum auf jedem Produkt vermerkt sein, damit jeder Mensch selbst entscheiden kann, wie viel Schaden er der Natur zufügen möchte. Gleichzeitig wäre dies auch eine Möglichkeit, regionale Marktwirtschaft für den Endkunden wieder attraktiver zu machen – zurück zur regionalen CO² reduzierten Gesellschaft mit sicheren Arbeitsplätzen! Deshalb ist hier die Politik gefordert diesen CO²-Code einzuführen.

Code-Beispiele:

  • Ureinwohner:  0
  • Flugreisende:  1000,
  • PKW:  200 – 800
  • Fahrrad: 3
  • Fußgänger: 2
  • Kiwi (importiert aus Neuseeland): 900
  • Kiwi (heimisch aus Südtirol): 10

Mittels neuer Technologien und dem Engagement neutraler Wissenseinrichtungen wäre die Berechnung eines CO²-Codes in wenigen Jahren zu schaffen sowie auch zu verbreiten!

Buchtipp: Mit Vollgas aus dem Paradies, das vergessene Klimagesetz von Anton Schwarz